Wie sächsisch-thüringisches Netzwerken die Selbsthilfe stärkt
Selbsthilfe + Engagement + Ideen = Bewegung. Unter diesem Motto trafen sich Anfang September 2025 Fachkräfte aus Sachsen und Thüringen zum 15. Netzwerktreffen der Selbsthilfekontaktstellen in Dresden. Das Ziel war klar: Herausforderungen wie dem demografischen Wandel im ländlichen Raum und der digitalen Transformation nicht als Einzelkämpfer, sondern als starke Gemeinschaft zu begegnen.
Vom 3. bis 4. September verwandelte sich das Dorint Hotel Dresden in eine Ideenwerkstatt, in der 21 Kolleginnen und Kollegen beider Freistaaten gemeinsam Lösungen für die Praxis von morgen entwickelten.
Wissen teilen statt das Rad neu erfinden
Warum ist der Blick über die Landesgrenze so wichtig? Regionale Vernetzung ist das Sicherheitsnetz für die tägliche Arbeit. Gerade bei komplexen Themen wie neuen Förderrichtlinien oder dem digitalen Wandel profitieren alle davon, Wissen zu bündeln. Das Ergebnis ist eine professionellere Unterstützung für die Menschen vor Ort und effizientere Strukturen in den Kontaktstellen.
Die Highlights der Ideenwerkstatt
Das Treffen bot eine Mischung aus fachlicher Tiefe und zukunftsorientierten Impulsen:
- Männerarbeit im Fokus: Jörg Adolphs (LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V.) gab Einblicke in die spezifischen Bedarfe von Männern in der Selbsthilfe.
- Durchblick im Förderdschungel: Die AOK Plus stellte den neuen Leitfaden zur Selbsthilfeförderung vor – essenziell für die finanzielle Absicherung künftiger Projekte.
- Digitaler Fortschritt & KI: Dr. Philipp Thimm präsentierte die Likewise-App, während Dr. Stephanie Kowitz-Harms (Stiftung Bürgermut) zeigte, wie Künstliche Intelligenz den Arbeitsalltag in der Selbsthilfe konkret entlasten kann.
- Lösungen für das Land: In einer kollegialen Fallberatung wurden praxisnahe Strategien für die Selbsthilfe abseits der Großstädte entwickelt.
Eine Kooperation mit Tradition
Dieses Treffen ist gelebte Nachbarschaftshilfe. Seit Jahren organisieren die LAKOS (Sachsen) und die LAKOST (Thüringen) die Veranstaltung abwechselnd. Diese Beständigkeit sichert einen kontinuierlichen Erfahrungsaustausch, von dem die Selbsthilfelandschaft in beiden Regionen nachhaltig profitiert.
Unser Fazit
Die Kraft der Gemeinschaft macht den Unterschied. Die Impulse aus Dresden fließen nun direkt in die Arbeit vor Ort ein – für eine moderne, kompetente und gut vernetzte Selbsthilfe in Sachsen und Thüringen.
Du suchst Unterstützung oder möchtest dich in deiner Region vernetzen? Nutze die Expertise der Kontaktstellen in deiner Nähe und werde Teil einer Bewegung, die etwas verändert!